Oliver Pötzsch: Was zum Henker...?
Shownotes
Herzlich willkommen auch von meiner Seite zu einer neuen Folge Bücher.Menschen - AutorInnen erLeben– und für alle, die zum ersten Mal reinhören - ich bin Martina, Radiojournalistin und Querbeetleserin mit einer großen Vorliebe für Krimis, Thriller und Historisches – noch besser, wenn sich alles vereint! In diesem Podcast stelle ich euch Autorinnen und Autoren und andere Büchermenschen vor – und Oliver Pötzsch zu Gast, das war zugegeben, ein besonderer Fangirl Moment – dass er im Juni in meiner Heimatstadt Graz beim Fine Crime Festival dabei war, war natürlich DIE Gelegenheit, den Bestsellerautor persönlich vors Mikro zu bitten – die Reihe um die Henkerstochter ist sicherlich vielen ein Begriff und auch die Totengräber-Bücher, die Ende des 19. Jahrhunderts in Wien spielen, finde ich sehr genial – brandneu - Teil 5 - Der Totengräber und der Orden des Teufels, hat Oliver in Graz vorgestellt – und auch in dieser Folge! Worüber wir sonst noch geplaudert haben: Natürlich über seine wirklich spannende und ungewöhnliche Familiengeschichte – seine Vorfahren waren ja tatsächlich Henker; über das Statussymbol Gartenliege, ungewöhnliche Kindergeschenke, versperrte, gruselige Keller und Albträume im Hotel… Ihr erfährt auch, ob die Geschichte der Henkerstochter schon auserzählt ist, was der Schlüsselmoment für den Start in sein Schriftstellerleben war und das Schreiben für ihn wie Spielen ist. Der Buchtipp der Stadtbibliothek Graz kommt diesmal von der Chefin persönlich - Marie Therese Stampfl verrät auch noch, welche Bücher sie sich persönlich für diesen Lesesommer vorgenommen hat! Hört gerne rein, viel Spaß dabei!
Oliver Pötzsch ist wirklich ein fantastischer Geschichtenerzähler, Einblicke gibt er auch immer wieder auf Social Media und ganz viel Hintergrundwissen könnt ihr auch auf der Website von Oliver Pötzsch lesen. Und lest unbedingt die Nachworte in seinen Büchern! Hier alle wichtigen Links: Instagram, Facebook und die Website von Oliver Pötzsch Bilder dieser Folge und alle News zum Podcast, Buchvorstellungen und Rezensionen von Büchern, die mich begeistert haben findet ihr ebenfalls auf Instagram und Facebook - schaut gerne vorbei :)
Transkript anzeigen
00:00:02: Bücher, Menschen.
00:00:05: Autorinnen erleben.
00:00:10: Hallo zusammen!
00:00:11: Ich bin der Oliver Pötzsch und ein Autor aus München.
00:00:14: Ich schreibe Krimis und historische Romane.
00:00:17: Und ich bin hier im schönen Gratz auf einem Krimifestival – auch zur Recherche.
00:00:24: Herzlich willkommen auch von meiner Seite zu einer neuen Folge Büchermenschenautorinnen erleben.
00:00:30: Und für alle, die zum ersten Mal rein hören – ich bin Martina, Radiojournalistin und Querbeet Leserin mit einer großen Vorliebe für Krimis-, Thriller-und Historisches.
00:00:39: noch besser wenn sich alles vereint!
00:00:42: In diesem Podcast stelle ich euch Autorinnen und Autoren und auch andere Büchermenschen vor.
00:00:47: Und Oliver Pötz zu Gast.
00:00:49: das war zugegeben ein besonderer Fangirl Moment für mich.
00:00:52: dass er im Juni in meiner Heimatstadt Graz beim Fine Crime-Festival dabei war, war natürlich die Gelegenheit den Bestseller Autor von fast dreißig Büchern persönlich vor's Mikro zu bitten.
00:01:04: Die Reihe um die Henkers Tochter ist sicherlich vielnein Begriff und auch die Totengräberbücher – die Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Wien spielen finde ich sehr genial!
00:01:14: Brandneu Teil V der Totengräber und der Orden des Teufels hat Oliver Ingratzer vorgestellt und auch in dieser Folge Worüber wir sonst noch geplaudert haben, natürlich über seine wirklich spannende und ungewöhnliche Familiengeschichte.
00:01:28: Seine Vorfahren waren ja tatsächlich Henker!
00:01:31: Über das Status-Symbol Gartenliege, ungewönliche Kindergeschenke, versperrte gruselige Keller und Albträume im Hotel... Ihr erfährt auch, ob die Geschichte der Hänkerstochter schon auserzählt ist.
00:01:44: Was der Schlüsselmoment für den Start in sein Schriftstellerleben war und das Schreiben für Oliver Pötzsch wie spielen ist!
00:01:51: Der Buchtipp der Stadtbibliothek Graz kommt diesmal von der Chefin Hüchstpersönlich.
00:01:56: Marie-Teres Stampfel verrät auch noch welche Bücher sie sich persönlich für diesen Lesesommer vorgenommen hat.
00:02:03: Hört gerne rein viel Spaß dabei.
00:02:09: Ich finde es sehr, sehr cool dass du auch mal in Graz bist und dass dieses Treffen zustande kommt.
00:02:13: Danke für deine Zeit!
00:02:14: Jetzt muss ich gleich fragen seine Vorfahren sind hänker?
00:02:18: Wirst du eigentlich immer so vorgestellt?
00:02:21: Ja das ist tatsächlich mein USP, mein Unix Selling Point.
00:02:25: Das kommt immer furchtbar gut an und das stimmt ja auch.
00:02:30: Ja, ich komme aus einer Henkerstynastie.
00:02:33: Ich erzähle nämlich habe vierzehn Schafrichter unter meinen Vorfahren und dann sage ich mir die Leute müssen keine Angst haben von mir.
00:02:38: Die letzte Schafrechter in der Familie ist schon Anfang des neunzehnten Jahrhunderts gestorben aber da sind wir immer in einem hervorragenden Smalltalk-Thema drin.
00:02:46: das klappt auf jeder Party!
00:02:50: Damit begonnen dich mit deiner Familiengeschichte auseinanderzusetzen, war dir das auch schon als Kind bewusst?
00:02:55: Genau.
00:02:55: Das ist dann immer die zweite Frage, die kommt aber kein Problem!
00:02:58: Es ist ja auch ganz spannend des Themaes.
00:03:03: Also dass ich aus einer Henkersdynastie stelle weiß ich tatsächlich schon seit meiner Kindheit.
00:03:08: Das war immer so ein Thema bei uns.
00:03:10: es kam was von der Oma mütterlicherseits stammig davon ab Und es fand ich als Kind einfach spannend.
00:03:17: Wir sind oft wandern gegangen, ich komme jetzt aus Bayern und da geht man als Kind... Muss man sehr viel wandern gehen?
00:03:23: Macht das dann weiter mit seinen Kindern?
00:03:24: Ja, das stimmt ja bei euch auch.
00:03:27: Und dann ist Kinder oft langweilig!
00:03:29: Meine Mama ist eine wirklich gute Geschichtenerzählerin, das habe ich von ihr geerbt glaube ich.
00:03:33: Da hat sie halt immer solche Geschichten erzählt.
00:03:36: Das fand mir dann spannend.
00:03:38: Ich hab's aber dann so als Jugendlicher oder so war es nicht mehr so ein Thema Und ich hatte dann eben einen Schlüsselmoment, erzähle ich immer.
00:03:46: Als ich schon für den Bayerischen Mund von gearbeitet hatte, kam der Ahnforscher unserer Familie zu Besuch – das ist der Cousin meiner Großmutter gewesen und auch schon verstorben – zu meinen Eltern und er hatte diese ganzen Unterlagen dabei.
00:04:00: Breitete sich alles auf dem Tisch aus, diese Stammbäume lagte alles rum und ich wollte ihm mal Bühe schreiben!
00:04:06: Dann sah ich es und habe mir gedacht….
00:04:08: Das ist es!
00:04:10: Das ist doch der Roman, den du machen möchtest.
00:04:12: Das ist die Geschichte, die erzählt gehört?
00:04:13: Genau!
00:04:14: Die Geschichte, wie man immer sagt, das ist deine eigene Familiengeschichte.
00:04:18: Eine Geschichte über ein deiner Vorfahren, einen Henker.
00:04:22: und dann habe ich angefangen zu recherchieren und daraus ist es dann das erste Buch geworden.
00:04:27: Du hast gesagt, als Kind fandst du das spannend und cool hatte dir das auch ein bisschen so Respekt verschafft.
00:04:33: Also für uns Kinder war das eher Polizisten mit dem Schwert Das würde ich jetzt mal sagen.
00:04:41: Die Kapuze, die übrigens Henke haben meistens keine dieser Kapuzen getragen.
00:04:46: also die ja war meiner Vorstellung nicht da
00:04:48: und Freunde von dir waren sie dann so bei den Pützschirmen vielleicht lieber nicht vorbei?
00:04:53: Ich
00:04:53: glaube jetzt das ist eine gute Frage.
00:04:55: ich glaube das habe ich als Kind jetzt nicht... So war es jetzt nicht auf dem Schirm gestanden dass ich jetzt in die Kinder oder in die Grundschule gegangen bin und dann allen erzählt hab übrigens passen auf langs mich nicht anistammt vom Henker ab.
00:05:09: Habt ihr daheim ein kleines Museum mit so Klingenständen auch noch?
00:05:12: Ja, also es gibt natürlich sehr viele Bilder meiner Ahne und die sind bei meinen Eltern.
00:05:19: Jetzt muss ich dazu sagen von diesem Enkers Vorfang gibt's keine Bilder.
00:05:24: zu der Zeit sind dann eher reichere bekannte Menschen porträtiert worden.
00:05:30: Aber es gibt natürlich alle möglichen Stammbäume.
00:05:32: und tatsächlich hat unsere Tochter, als sie so sechs oder sieben war der Oma zum runden Geburtstag in einem Schuka-Karton eine total schöne Schafott-Szene gebastelt.
00:05:45: Mit so kleinen Püppchen die da drin aufteilten.
00:05:47: Die Oma hat sich sehr gefreut.
00:05:49: Also sowas ist da!
00:05:53: Du hast gesagt, der Ahnenforscher in Ahnen-Forscher war bei euch.
00:05:56: Hat das alles ausgebreitet?
00:05:57: Bist du dann draufgekommen bei dieser Stammbaumforschung dass es nicht nur Henker gibt diesen Zweig der Henke sondern vielleicht auch noch aus anderen interessanten Facts aus deiner Verwandtschaft ausgefunden?
00:06:10: Ja ja klar.
00:06:10: also ich kann vielleicht auch jetzt an der Stelle schon mal sagen dass diese insgesamt diese Familiengeschichte wird vermutlich auch mal Teil eines Romams sein wo ich dann also noch mehr über meine Familie erzähle.
00:06:20: Deswegen jetzt nur ganz kurz, die haben wir danach auch noch eine Geschichte gehabt.
00:06:25: mit der Hinkerei war Anfang des neunzehn Jahrhunderts in den Kleinorten im Deutschen Reich Schluss.
00:06:31: Es ist natürlich noch in Nürnberg oder sowas hingerichtet worden aber die Kleinhinker waren arbeitslos und so war das auch bei meinen Vorfahren und dann musste man halt schauen, was man sonst noch kann.
00:06:41: Und tatsächlich erzähle ich dann auch mal Lesungen waren ja die Henke auch Die Heiler in den Orten und viele von denen sind über zwei drei Generationen in die Arztberufe reingerutscht.
00:06:49: so Deswegen ist mein Ur-Uhrgroßfahrter Max Kössel das war Dann also es ist die Amerikaner sagen wir vom Tellerwäscher zum Millionär und bei mir vom Schafbüchter zum Arzt.
00:07:00: Der war da ein richtig angesehener Arzt hatte eine Privatklinik und hat dann aus speziellen Gründen alles verkauft in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts und ist mit dem ganzen, ich sag mal ehemaligen Schafrichter klar nach Brasilien ausgewandert.
00:07:18: Und deswegen ist meine Großmutter in Brasilien geboren mit dem Wasser das Iquasu-Wasserfalz getauft worden.
00:07:27: Mein Urgroßvater ist dort beerdigt und ich habe mit meiner Frau Wir waren über drei Monate in Südamerika und da habe ich unter anderem auf den Spuren vorfahren geforscht.
00:07:40: Sehr spannend!
00:07:42: Die Reihe um die Henkers-Dochter ist sie aber jetzt außerzählt, das sind korrigierlich zehn oder elf?
00:07:48: Zehn
00:07:48: Bücher.
00:07:50: Ja, was wenn der Verlag dich bitten würde... Schauen wir noch mal rein.
00:07:55: Der
00:07:55: Verlag hat mich schon gebeten und es ist mittlerweile auch so ein bisschen durchgesickert, es wird eine Vorsetzung geben.
00:08:02: Jetzt ist aber nicht so das mir jetzt ganz wichtig dass der Verlag gesagt hat bitte bitte Oliver das läuft doch so gut macht er noch einen elften Band sondern ich habe bewusst nach Band zehn jetzt ja schon vor drei Jahren Schluss gemacht.
00:08:14: Das ist wie Weihnachten nach drei Tagen mit der Familie und ich immer nur immer Vorfahren, da verbringst die Gene irgendwann mal auf die Nerven.
00:08:22: Und so ging mir das halt.
00:08:23: Das war auserzählt.
00:08:25: Was der lang durchkalken?
00:08:28: Sind liebe Familienmitte.
00:08:31: Schöne Wiener!
00:08:31: Ja
00:08:34: und dann war es aber tatsächlich zum einen so dass ich gemerkt habe wirklich dass das sehr viele Leute betroffen gemacht hat ist jetzt vielleicht ein hartes Wort aber ich hab wirklich viele Mails bekommen.
00:08:46: Geht's denn da nochmal, bitte Herr Pötzsch?
00:08:48: Und die begleiten mich.
00:08:49: Ihre Familie begleitet mich schon so viele Jahre, weil es zog sich halt so vier Jahre hin und... Da hab ich gemerkt, da ist einfach was da.
00:08:57: Das zweite war ... Ich musste auch Interesse haben, dass ich dachte, okay, was könnte interessant sein?
00:09:02: Nur es ist jetzt so, dass dieser Vorfahrer Jakob Kussel, der Hauptpersonen ist und das ganze Spiel nach dem Dreißig-Jährigen kriegt.
00:09:09: Es wird aber immer erzählt, er soll mal im Dreißiger Jährigen Krieg waren.
00:09:12: Da sind ein paar Dinge passiert, die ich mir schon überlegt habe.
00:09:16: Das ist nie ausserzählt worden!
00:09:18: Und da wird es eine sogenannte Prequel geben... und da kommt den schreib ich grad schon in die ersten Band.
00:09:24: Und das kommt nächstes Jahr raus, der erste Teil.
00:09:28: Da werden wir erfahren was mit meinem Vorfahrer im Dreißjährigen Krieg war weil der Dreißjährige Krieg auch eine extrem spannende Zeit ist ein bisschen wenig also.
00:09:37: das ist die zeit die Deutschland am meisten geprägt hat und es gibt noch nicht so viel Belletristik darüber.
00:09:44: Du hast aber auch ganz neue Figuren erschaffen und hast die Totengräbereihe gestartet.
00:09:49: Der fünfte Teil ist ja jetzt brandneu, und diese Reihe hatte ich in einer anderen Zeit und auch nach Wien versetzt.
00:09:57: also du bist in der Zeit ein bisschen nach vorne gerückt.
00:10:02: Ist das so?
00:10:03: Dein Plan auch vielleicht für dein weiteres schreiben oder bleibst du in der Geschichte?
00:10:08: Ja, da ist was dran.
00:10:09: Also die hast ja gerade schon diese Serie vorgestellt.
00:10:11: also sie spielt Ende des neunzehn Jahrhunderts und sie spielt in Wien.
00:10:14: es geht um einen Totengräber Es geht um ein Inspektor Der hat eine Verlobte Die ist also Reporterin.
00:10:20: so haben wir zum klassischen Ermittler-Cosmos Krimi Und es ist tatsächlich so als ich mir überlegt habe so Ich möchte neben der Henke das doch da noch etwas anders man nicht muss man sozusagen neben der Henkerstochter auch immer wieder andere historische Romane geschrieben.
00:10:33: Aber das waren alles historische romane, zum Beispiel ein Faust über den echten Faust, über dem Bauernkrieg... aber das war alles eben historisch.
00:10:40: romane die nicht im Mittelalter, da muss ich immer ein bisschen klugscheißerisch sein, weil das heißt immer der Pösch schreibt mittelalter Romane, aber das Mittelalter hört wenn man ungefähr um fifteenhundert auf, das nennt man die frühe Neuzeit so.
00:10:51: Da haben die immer gespielt.
00:10:52: Und ich wollte mal was machen, was mehr an der heutige Zeit dran ist und zwar aus mehreren Gründen.
00:10:57: zum einen wollte ich auch mal dass die wie in einem klassischen Krimi heutzutage mal telefonieren können beispielsweise ja das erleichterte viele Plot muss man sagen und dass sie vor allem auch moderner denken.
00:11:13: Das ist jetzt zwar immer noch nicht unsere zeit aber es is Es ist wahnsinnig schwierig und es wird uns auch nie gelingen, uns in einem Menschen im siebzehnten Jahrhundert reinzudenken.
00:11:24: Was der so gedacht hat.
00:11:25: Das heißt wenn ich über die schreibe... ...ist das immer eher historisierend als historisch?
00:11:31: Und das fand ich immer ein bisschen so'n Fake!
00:11:33: Und jetzt wenn es in die Zeit geht, das merke ich auch.
00:11:37: Die Julia und Leo, also die beiden haben auch ganz moderne Probleme als im neuesten Band der nächste Woche erscheint... ...die suchen eine Wohnung in Wien!
00:11:45: Ich bin was München aber München und Wien, eine Wohnungssuche heutzutage heißt jeder wie schwierig es ist nämlich jetzt mal an und das ist ein ganz modernes Problem.
00:11:53: deswegen fand ich das spannend so eine Reihe mal zu schreiben.
00:11:56: Ja?
00:11:57: Und Wien hast du irgendwie auch Verbindungen zur Stadt?
00:12:00: Also Das werde ich öfter gefragt, warum haben sie sich dann für Wien entschieden?
00:12:05: Sie hätten auch München nehmen können.
00:12:07: Der eine Grund ist jetzt ganz einfach... Ich wohne in München und bin ja neugierig.
00:12:11: Ich finde es total langweilig.
00:12:12: über meine eigene Heimatstadt.
00:12:13: Habe ich übrigens auch schon einen Krimi geschrieben, einer aus der Henkers Tochter spielt im München.
00:12:18: Dann ist Wien super schön!
00:12:20: So fährt man gerne hin.
00:12:22: Fast so gern wie nach Graz.
00:12:23: Aber am Anfang war der Plan, ich möchte eine Krimie um die Jahrhundertwende Ereignet.
00:12:31: hat er irgendwie.
00:12:32: Es gab es hier Umbrüche in Europa und wenn du da eine große Metropole suchst, dann hast du im Grunde Berlin.
00:12:41: Die sind nicht ganz so unfreundlich wie die Bavina aber Berlin liegt mir nicht so.
00:12:46: Dann kommt Paris London.
00:12:48: Mein französisches ist zu schlecht.
00:12:50: London ist schon Sherlock Holmes ungefähr in der Zeit unterwegs Und dann kommt Wien.
00:12:55: Das ist einfach Jahrhundertwende is Wien Und dann kam halt noch dieser Totengräber vom Zentralfriedhof dazu, das ist auch Wien.
00:13:03: So entsteht es!
00:13:04: Ja, hast du bei deinen Recherche reisen, also du warst oder bist doch öfter in Wien?
00:13:09: Hast Du da so ein wirklich knallhartes Programm?
00:13:12: oder spazierst du durch die Stadt und sagst die Eindrücke so ein bisschen auf?
00:13:17: Mein Agent hat's irgendwie vor kurzem mal zu mir gesagt Oliver der Etliche Autoren unter Vertrag, du bist der einzige Autor, der nach Wien fährt und da tatsächlich arbeitet.
00:13:27: Die anderen umeln nur rum und gehen eins auf!
00:13:31: Das fand er ganz faszinierend.
00:13:33: Er ging als Café aus.
00:13:35: Aber dadurch dass ich vom Journalismus komme bin ich das so gewohnt.
00:13:39: also ich mache mir tatsächlich vorher Termine und da habe ich einen total durchgetakteten Plan.
00:13:44: Das ist wirklich ganz spissig.
00:13:46: Ich gehe auch sehr viel zu Fuß weil ich im Grunde alle Distanzen Versuche so abzugehen, wie es vielleicht auch meine Protagonisten gemacht haben.
00:13:54: So viel flanieren ist da nicht...
00:13:56: Ich habe jetzt den dritten Teil fertig.
00:13:58: Also bin auf den letzten Seiten und bist du ja oft im Naturhistorischen Museum spielts auch oft?
00:14:04: Also warst du auch selber oft dort?
00:14:06: Fütste dich da immer wieder hin?
00:14:07: Ja
00:14:08: also ich war also wohl im Kunsthistorische oder im Naturhistorischen Museum an dem Naturh historischen Museum.
00:14:12: Du hast das schon gelesen aber Leser haben's noch nicht gelesen.
00:14:14: deswegen darf man jetzt nichts zu viel verraten.
00:14:16: Aber das war für mich eine Ganz tolles Erlebnis, weil ich durfte hinter den Kulissen des Naturhistorischen Museums unterwegs sein.
00:14:26: Und da ist nämlich noch ganz viel was die Leute sonst gar nicht sehen und da hat man oft so zufällige Beobachtungen, die man überhaupt nicht eingeplant haben und die dann dazukommen zum Beispiel.
00:14:39: Die können sich vor Herbarien nicht retten.
00:14:41: Jetzt muss man kurz erklären Herr Berne es eine Sammlung getrockneter Pflanzen.
00:14:46: Das ist eigentlich schon wichtig, so und da gibt es auch welche die kommen dann eben aus Südamerika
00:14:51: usw.,
00:14:52: jetzt ist es so dass sie haben Sie mir erzählt immer wenn irgendwelche alten Pflanzen sammler sterben kommen die Angehörigen und sagen ich hätte noch ein Herbarium für euch.
00:15:01: und das sammelt sich.
00:15:03: und das Problem an diesen Hibarien ist aber auch das sind lauter kleine Insekten und so was drin, die sich dann ausbreiten können.
00:15:09: Und die fressen den ganzen Bestand auf, sodass sie da immer wieder mit, keine Ahnung, Insektiziden oder sowas drüber gehen müssen.
00:15:17: Das ist hinter den Kulissen... gestapelt bis an die Decke mit diesen Herbarien.
00:15:23: Und da gibt es zum Beispiel auch eine Szene in dem Roman, wo ich das so ein bisschen aufgreife.
00:15:28: Das sind so Zufallsfunde.
00:15:30: Stichwort Insekten.
00:15:31: der Trauzeuge meines Mannes forscht im Naturhistorischen Museum einen Fruchtfliegen.
00:15:36: Ich
00:15:37: sage den noch!
00:15:38: Dann kennt er das Problem.
00:15:41: Der kennt das ganz sicher.
00:15:43: Wir hat die Totengrävereihe auch ein Wiener Buchhändler empfohlen.
00:15:46: jetzt muss ich schon wieder in Größen den Christoph eckeln und sein Team von der Buchhandlung-Lesezeit.
00:15:50: ganz eine nette Buchhandelung, also vielleicht schaust du mal vorbei.
00:15:54: Die freuen sich sicher, der ist auch großer Fan!
00:15:57: Ja ich habe schon gesagt drei habe ich schon gelesen und bei Teil zwei, das wusste da immer so Schwerpunktthemen, Teil eins war es die Umfoten, Teil zwei ging's dann um Mumien und alte Flüche.
00:16:09: und ja das hat mich sehr gecatcht, ich finde das super spannend.
00:16:12: Ich wollte schon einmal Ägyptologie studieren.
00:16:18: Also, Jungs erstellke auch.
00:16:19: Aber eher Archäologin möchte also auch den Berufswunsch von... Ich habe selber eine Tochter gehabt, das so steht immer entweder... Wie heißt es?
00:16:28: Meeresbiologin oder Archeologin?
00:16:32: Das ist so toll!
00:16:32: Ja, tatsächlich Archeologie
00:16:34: haben wir sogar ein paar Vorlesungen geschafft aber irgendwie hab ich dann nicht durchgehalten.
00:16:37: und Ägyptologie, ja, da haben wir gedacht.
00:16:40: nur der Grund um zu sagen, ich kann hier geliefert lesen, das ist cool.
00:16:44: Ist vielleicht noch besser.
00:16:45: Ich kenne übrigens ne Archaeologin den wir befreundet sind und da darf ich also sagen, das kann zum Teil auch eine extrem fahre Arbeit sein.
00:16:52: Also man geht nicht jeden Tag irgendwie mit der Laterne durch irgendwelche Pyramiden durch und findet einen Grab vom Fahrer.
00:16:59: Leider ist es nicht so.
00:17:00: Hinsel und kleine ganz, ganz quinzige Stückchen die dann freigegelegt werden.
00:17:05: Aber warst du denn auch Frischerschen-Egypten selbst?
00:17:08: Nein!
00:17:09: Ich war übrigens wirklich sehr, sehr vielen Ländern der Welt aber lustigerweise war ich noch nie in Ägypten.
00:17:13: Ja komisch.
00:17:15: Sollte ich vielleicht mal machen.
00:17:17: Klassische Nielkreuzfahrt mit...
00:17:19: Ja, aber das ist ja leider nicht mehr so wie bei Garter Quizdie.
00:17:22: Das ist mir einfach alles zu touristisch.
00:17:24: Wir haben dann die Bilder abgeschreckt von den Pyramiden, die quasi neben der Straße stehen und so.
00:17:29: Teil drei auch ein bisschen Geistergeschichte dabei, ein bisschen so unerklärliche Sachen.
00:17:34: Wie stehst du dazu?
00:17:36: Bist du anfällig für Geräusche im Haus?
00:17:39: Ich vertrete ja die Meinung dass alle Die meisten Krimiautoren waren sehr ängstliche Kinder, weil sie haben nämlich extrem viel Fantasie offenbar.
00:17:50: Und wenn ich jetzt Krimis schreibe ist das ja auch irgendwie ein Aufarbeiten meiner Ängste.
00:17:54: Meine Frau meint doch, wäre insgesamt immer noch ein extremen ängsterlicher Typ und deswegen war ich als Kind hab ich mich schon, ja.
00:18:05: Ich weiß nicht wie es anderen ging aber ich habe mich schon sehr viel auch geguselt und so schreibe ich auch immer längere Nachworte und dann schreiber ich dass sich da als Kind zu Schlüsserlebnisse hatte weil wir es gab bei Freunden also Grundschule die hatten von ihren Eltern einen Horror-Comic.
00:18:24: wirklich krass!
00:18:27: Das haben wir gehandelt wie ein Pornomagazin.
00:18:32: Und da ist es leider verschollen, aber die Bilder aus diesem Horror-Comic, jedes Bild habe ich komplett vor Augen.
00:18:40: Aber das ist auch, das ist Recherche schon den Grundschulalter.
00:18:43: Ja, ja ... Wir hatten einen sehr gruseligen Keller oder was?
00:18:47: Ja, das war natürlich...
00:18:48: Und bis man endlich zum Lichtschalter gekommen ist, ist das so sehr grüßelig!
00:18:51: Ich hab übrigens von paar Tagen versehentlich meine Frau im Keller eingesperrt Aber
00:18:57: das war noch bevor du wegfahren bist, oder?
00:18:59: Das
00:18:59: war ich.
00:19:02: Sie hat sich bis heute nicht gerührt und jetzt fahren wir euch kurz davor!
00:19:06: Und es fand ich irgendwie interessant weil... Die ist da, also sie war irgendwie unten bei der... Also wir haben so ein Teil mit anderen Kälern die man tatsächlich so absperrt.
00:19:17: Und sie war irgendwo unten bei einer Wäsche und ich hab das irgendwie nicht realisiert und ich habe selber unten was im Werkzeugraum oder sowas geholt und bin dann hoch und hab abgesperrt.
00:19:24: und was sich interessant fand war eigentlich war ja, Sie hat dann irgendwie geklopft und ich habs jetzt zuerst nicht gehört und dies dann wirklich richtig ausgeflippt.
00:19:33: Das war eben so viel und die war stocksauer Die hat richtige, leichte Panikattacke gehabt.
00:19:40: Wo ich mir dann so rational gedacht habe... Es wäre ja jetzt mal... Ich bin ja hier, also es hätte sofort nächste Minute wer einer gekommen.
00:19:46: Aber sie hat unten schon geschaut.
00:19:47: wie kann sich das sonst noch rauskommen?
00:19:49: Also diese Angst irgendwie im Keller eingesperrt zu werden, die ist irgendwie, die kennt jeder.
00:19:54: Dichern wir alle!
00:19:55: Jetzt müssen wir uns ein bisschen beruhigen.
00:19:58: Wir hören am besten rein in den Buchtipp der Stadt Bibliothek Graz.
00:20:02: Marie-Thérèse Stampfel, die Leiterin der Stadtbibliothek Hörself ist heute bei mir mit einem Buchtipp für den Juli und es ist wenn ich mir den Umfang so anschaue ein schönes Sommerurlaubsbuch.
00:20:14: Man muss vielleicht ein bisschen mehr Zeit einplanen aufgrund der dicke und der vielen Seiten.
00:20:20: Marie Thérèse was hast du mitgebracht?
00:20:21: Was stellst du heute vor?
00:20:23: Das
00:20:23: Buch heißt Ein Weites Leben, ist von M.L.
00:20:27: das Statement eine Australierin die in Großbritannien lebt, es ist ihr zweites Buch.
00:20:32: sie hat sich jetzt auch zehn Jahre Zeit gelassen für dieses Buch.
00:20:35: das erste Buch das Licht zwischen den Meeren war ein sehr erfolgreicher Spiel Bestseller und das Buch also das zweite Buch Einweites Leben hat mich wirklich wie soll ich sagen in seinem Bann gerissen.
00:20:48: Ich habe nicht mehr aufhören können zu lesen, obwohl es wirklich fünfhundertvierzig Seiten hat.
00:20:53: Es ist eine epische Familiengeschichte spielt in Australien.
00:20:57: in den neunzehnfünfziger Jahren beginnt es.
00:21:00: und wie halt Familiengeschichten so sind sie sind intensiv Sie sind auch mit unterschmerzhaft sehr schmerzhaft auch in diesem Punkt aber dann doch sehr tröstlich.
00:21:10: Das hört sich auch nach sehr vielen Emotionen an.
00:21:13: also richtig alles dabei.
00:21:15: Ja, es ist so richtig alles dabei.
00:21:16: Es ist mir vollkommen als würde ich einen Film sehen und man wird in diese Welt hineingerissen in die Familiengeschichte.
00:21:25: Und das hat mich einfach wirklich fasziniert mitgerissen.
00:21:30: Man ist emotional damit dieser Familie oder den Entscheidungen, die getroffen werden eng verbunden.
00:21:36: Gibt auch eine Hauptprotagonistin?
00:21:40: Ja, diese Familie beginnt eben mit Vater-Mutter und drei Kindern.
00:21:46: Zwei Söhnen und eine Tochter.
00:21:48: Und das beginnt auch mit einem tragischen Unfall und der Protagonist ist einer der beiden Söhne.
00:21:54: Für so ein dickes Buch braucht man unbedingt ein Lesezeichen, finde ich.
00:21:57: Ich habe davorhin eine tolle Aktion bei euch entdeckt – ein Lisezeichen dass er mitnehmen kann und auf dem man seine Gedanken dann vermerken kann.
00:22:05: wie funktioniert diese Aktion?
00:22:07: Die Aktion heißt gelesen und geliebt.
00:22:10: Es ist ein sozusagen blanko Leserzeichen und man kann seine Eindrücke auf das Lesezeichen schreiben.
00:22:15: Und wenn einem das Buch gefallen hat oder auch nicht gefallen hat, dann kann man das Leser Zeichen sozusagen in das Buch geben.
00:22:23: Man kann eben schnell eben sozusagen die Empfehlung von dem Vorleser der Vorleserin mitnehmen und dann seine eigene Meinung am Mittel zuschreiben.
00:22:31: Das klingt nach einer sehr tollen Aktion.
00:22:33: Maritres als Bibliothekarin, du liest sicher auch selber viel oder viel mehr noch jetzt im Sommer?
00:22:39: Was liegt denn auf deinem Super- oder welche Bücher hast Du dir selbst vorgenommen?
00:22:43: Ja ich habe mir viel vorgenommen und das klingt tatsächlich einige Bücher auf meinem Nachtischkästchen.
00:22:49: Was ich mir zum nächsten Tag vorgenommen haben ist der Roman Dinamen von der Foran's Knapp.
00:22:54: Dann sollte ein weißer Sommer folgen von der Eva Braum Schüffer Und ich habe auch, der hatte mal eine Lesung das Buch von Laura Baldini und sie schenken ihn ein zu Hause.
00:23:05: Da geht es um die Anna-Freude, hab' ich recht?
00:23:07: Genau!
00:23:08: Um die Anna Freut und um einen Kinderheim in der Nachtkriegszeit.
00:23:12: Kommt auch auf meine Liste.
00:23:15: Vielen Dank nochmal für den Buchtipp heute – Ein Weites Leben von ML Statement.
00:23:21: Ja, ich wünsch dir auch einen schönen Sommer.
00:23:23: Ebenso allen einen wunderschönen Sommer.
00:23:26: Wie war das dann bei dir, die Initialzündung für die Henkers-Dochter?
00:23:29: Die davon hast du schon erzählt.
00:23:31: Hast du danach irgendwie allen erzählt ich ziehe mich jetzt zurück Ich schreibe jetzt ein Buch.
00:23:37: oder war es eher so ein bisschen ein Geheimprojekt?
00:23:39: Ich versuch's einfach mal!
00:23:41: Ich komme ja wie gesagt vom Journalismus und habe zu der Zeit beim Fernsehen gearbeitet.
00:23:46: Und dann weiß ich noch dass ich einer Kollegin in der Kantine gesagt hab Ich versuche mich übrigens an einem Roman zu schreiben und dass sie reagiert hat, noch ein Journalist der versucht einen Roman zu schreiben.
00:23:57: Und dann merke ich schon so okay ist das so ein Klischee?
00:24:02: Das ist eine gute Frage!
00:24:06: nicht so rum mehr erzählt.
00:24:08: Weil man, ich wollte nicht noch ein Journalist sein der versucht einen Roman zu schreiben und dann fragt man mich nach drei Jahren was waren eigentlich?
00:24:15: Und du sagst ja, es ist... Sie haben dann Abschied gebrochen oder so oder ihr schreibt noch immer dran.
00:24:19: Manche die sitzen seit zehn Jahren in einem Publikum.
00:24:21: Deswegen
00:24:21: habe ich, also ich hab das nicht richtig geheimgehalten aber ich hab's nicht so groß an die Glocke und es ist auch wirklich, also man hat da grad beim ersten Roman vor allem, also muss er dazu sagen hast ja keine Versicherung dass jemand dieses Buch nimmt.
00:24:33: und deswegen die höchste Tugend für Autoren.
00:24:37: Ich fände mir gefragt, was muss ein Autor oder eine Autorin drauf haben?
00:24:40: Dann sage ich immer, ich mache manchmal so Schreibkurse, sag ich immer so überspitzt zehn Prozent Talent, zwanzig Prozent Handwerk, siebzig Prozent Disziplin Und das natürlich vor allem gerade beim Erstlingswerk, wenn sich noch keine Sau dafür interessiert.
00:24:53: Und dann sich nach der Arbeit nicht ein Bier einschenken sondern sich oben hinzusetzen oder sich mal einen Tag frei zu nehmen und eine Bescheuert der Verfolgungsjagd zu schreiben wo man sich dann denkt bin ich wieder siebzehn.
00:25:04: Wenn man draußen ja Kinder gehabt sieht man Familienväter in ihre Vans steigen irgendwie mit den Akkentaschen und du denkst was mach' ich denn hier eigentlich so?
00:25:12: Da muss man durch!
00:25:13: Ja und wann war da der Zeitpunkt?
00:25:16: ja sag mal Sektflasche aufgegeben gemacht, Korken geknallt.
00:25:20: Es ist ein Erfolg geworden und ich bleib auch
00:25:23: dabei.".
00:25:24: Also die ... Ich weiß noch dass ich mir von meiner ersten Voraussahlung... es gab dann gleich einen Zweibuchvertrag.
00:25:31: Von meiner ersten voraussahlung habe ich mir geleistet eine Gartenliege bei Obi für hundertzwanzig
00:25:39: Euro,
00:25:41: den eher vorsichtiger Mensch.
00:25:48: Das kam so mit der Zeit.
00:25:50: Ich habe dann ja noch weiter fürs Fernsehen gearbeitet und für Radio.
00:25:54: erst ab Band drei, würde ich sagen, habe ich mich auch selber anderen gegenüber als Schriftsteller bezeichnet.
00:26:00: Es dauert.
00:26:01: Die Obilige gibt es immer noch?
00:26:02: Die weiße Obiliga war natürlich links kaputt.
00:26:07: Nicht unbedingt klug investieren!
00:26:10: Aber gut... Schriftstelle gilt ja als Traumberuf.
00:26:16: Und viele, die schreiben sagen mir dann auch es ist ihr Traumberufe.
00:26:20: gibt's da auch.
00:26:21: oder was sind die harten Zeiten für dich?
00:26:23: Oder Aspekte, die dir vielleicht schwerer fallen oder wenn sie dann irgendwann wirds vielleicht mal ein bisschen mühsam?
00:26:29: Es gibt natürlich immer wieder so Zweifel wobei ich sagen muss dadurch dass sich das eben wirklich sehr gerne mache mache ich das und Ich glaube das ist so das sollte.
00:26:40: Jeder sollte etwas finden, was er so gern macht wie damals als Kind gespielt hat.
00:26:45: Wenn man als Kind bespielt hat dann hat man nicht dran gedacht.
00:26:48: ich hoffe mal wieder Papa die Legoburg nachher finden wird oder hat auf die Uhr geguckt.
00:26:56: jetzt darf ich noch eine halb Stunden spielen sondern man hat einfach gespielt und wenn ich schreibe dann spiele ich.
00:27:04: Das klingt so, der schon wie vergesst.
00:27:06: dann wenn es gut läuft alles um mich rum und in diese Phase reinzukommen.
00:27:11: Manchmal dauert's ein bisschen und so weiter aber wenn da mal drin ist dann ist das ja ein totales Versinken und dann hat sie auch nichts mehr mit... Also im Englischen gibt's glaube ich das Wort Work and Labour.
00:27:21: die teilen das so auf Arbeit und eine Arbeit die dich total erfüllt und das hat dann nicht sondern mit der klassischen Bezahlarbeit zu tun.
00:27:28: So jetzt habe ich dir aber nicht beantwortet was mir schwerfällt oft Ich fange vormittags an, wenn ich da sitze und dann muss eine neue Szene beginnen.
00:27:37: Und du weißt am Anfang nicht was du machen musst.
00:27:39: Fällt es schwer?
00:27:40: Man ist... Interessanterweise die Tage wo es mir besonders schwer fällt oder ich auch so ein bisschen weil ich nachher noch einen Termin habe.
00:27:48: jetzt muss ich meine vier bis sechs Seiten runter hauen und denke und scheiß sie!
00:27:53: Das sind oft die besten.
00:27:56: Weil ich dann total auf Autopilot schalte und nicht mehr so rumfrickel
00:28:01: Barschst du auch so eine gewisse Stimmung um dich herum?
00:28:04: Musik, Trinkpausen muss da Tee neben dir
00:28:07: stehen.
00:28:07: Also Musik funktioniert... also ich trinke viel Pfefferminds-Tee dabei.
00:28:10: Das stimmt tatsächlich so und das hat sich so eingebürgert.
00:28:13: Musik habe ich mal probiert weil ich das irgendwie so cool fand im Hintergrund.
00:28:15: Es funktioniert null bei mir.
00:28:16: Denkt mich total ab.
00:28:18: Jede Form von Musik legt mich total up!
00:28:21: Und ich halte auch... Persönlich jetzt nichts davon, dass die Schriftstellen oder die Autorinnen immer so sagen ich brauche da unbedingt mein Haus auf Lanza rote.
00:28:29: Oder so mag sein das es bei dem ist was total wichtig ist ein Ort an dem man sich zurückziehen kann.
00:28:35: Das ist total wichtig und nicht abgelenkt wird.
00:28:38: Wir hätten zum Beispiel einen großen Garten.
00:28:40: Meine Frau hat mich jetzt auch wieder gefragt warum ich nicht eigentlich öfter im Gartenschreib Da bin ich abgelenkte Ich gehe in meinen Kamerl ich mache die Tür zu Stimmt nicht so schön wie im Garten, aber ich bin komplett für mich.
00:28:53: Wie sieht dann ein Schreibfreier-Tag aus?
00:28:56: Also Autoren meiner Meinung nach haben immer Urlaub und nie, arbeiten immer auch nie!
00:29:02: Und so ist es bei mir im Grunde auch.
00:29:04: Ein Schreibfreiertag gibt es schöne neue deutsche Wortplotten.
00:29:11: also man geht spazieren und überlegt halt wie es weitergeht zum Beispiel um... richtig abzuschalten.
00:29:19: Wenn wir Urlaub gemacht haben früher mit den Kindern war klar, dass der Papa vormittags schreibt und dann nachmittags kocht da und was mal geben sparen usw.. Die einzige Möglichkeit wo ich wirklich komplett abschalte ist Reisen.
00:29:31: also wenn ich eine sehr intensive... Was wir zweimal im Jahr machen, eine intensive Reisen mache in sehr exotische Länder wo ich überhaupt nicht auf die Die kommen weiter, meinen Roman zu denken und so war ich so viel erlebe.
00:29:46: Dann kann ich abschalten.
00:29:48: Wohin ging die letzte Reise?
00:29:50: Also das muss ich mal ganz kurz überlegen also von den wie gesagt exotischen Länder.
00:29:55: wir waren jetzt länger in Südamerika zum recherchieren.
00:29:59: Wobei gut, da habe ich auch gearbeitet,
00:30:01: verdammt.
00:30:03: Aber nicht an dem aktuellen Roman gearbeitet.
00:30:07: Aber unter exotischen Ländern verstehe ich jetzt
00:30:10: z.B.,
00:30:13: wir haben eine sehr intensive Reise gemacht in der Andalusien.
00:30:16: Das ist vielleicht für manche Leute nicht so exotisch aber das habe ich von der Historie und total interessiert.
00:30:21: Der letzte Teil Europas sozusagen, der noch vom Islam beherrscht wurde großartige Andenken dahinterlassen hat.
00:30:29: Und da bin ich dann wirklich ganz tief in der Materie und schaume da alles an, habe meine Reiseführer oder wir waren im Baltikum.
00:30:38: Das war auch eine Gegend die ich vorher nie so auf dem Schirm hatte.
00:30:41: Das ist ja auch politisch total interessant.
00:30:43: also auch solche Orte.
00:30:44: Kenntest du dir wieder Vorstellen in deinen alten Beruf als Journalist zurückzukehren?
00:30:48: Nein!
00:30:48: Also erst mal das was ich mache hat ja auch noch gewiss mit Journalismus zu tun.
00:30:52: Ich recherchiere hier viel.
00:30:53: Also ich würde mich schon noch so als ein Vierteljournalist bezeichnen.
00:30:55: Ich habe vorher irgendwie ein Fernsehen Radio gemacht, meine Frau leitet die Ausbildung beim bayerischen Fernsehen.
00:31:00: Deswegen erfahre ich da immer wie es da jetzt ist und so... Die Technik schreitet auch voran und das bin ich nicht mehr.
00:31:08: Muss ich ganz ehrlich sagen, dass es eine andere Lebensphase jetzt.
00:31:10: Dass du ja Kinderbücher geschrieben und andere historische Romane hast du schon erzählt musst du dann schon ein bisschen Abstand gewinnen manchmal von deinen Figuren?
00:31:19: Es war tatsächlich so, dass ganz am Anfang Die erste Idee für ein Buch war ein Kinderspiel.
00:31:26: Dann ist es aber trotzdem die Henkers Tochter gewollt und diese Idee haben wir dann ein paar Jahre später umgesetzt.
00:31:33: Ich arbeite oder ich bin sehr gerne mit Kindern zusammen, ich mache sehr viele Lesungen an
00:31:38: Schulen.
00:31:39: Mit den Kinderbüchern habe ich Gitarre dabei und Puppen und dritter Schwerte und alles Mögliche Und man kriegt von Kindern so viel zurück.
00:31:47: Das ist was total Schönes Selbstwirksamkeit, die man da irgendwie so spürt.
00:31:52: Und das ist auch mit der Grund, warum ich Kinderbücher schreibe.
00:31:54: Ich finde es so wichtig, dass es solche Geschichten erzählen noch gibt.
00:31:58: Genau!
00:31:59: Als mein Beruf... Also ich bezeichne mich auch selber, wenn ich immer einen Beruf habe, würde ich sagen, ich bin Geschichtenerzähler.
00:32:06: Ist es für dich immer noch aufregend, wenn ein neues Buch rauskommt?
00:32:10: Also jetzt kam gerade, also der Autor, die Autorin kriegt ja immer dann diese ersten Belegexemplare.
00:32:17: Da wartet man dann immer schon drauf, wann klingelt jetzt der Postbote?
00:32:22: Und das ist tatsächlich immer noch ein ganz toller Moment.
00:32:24: Das war nicht mehr ganz so toll, muss ich ehrlich sagen wie bei dem allerersten Roman.
00:32:28: Ich habe es mittlerweile bis siebenundzwanzig Bücher geschrieben oder so... Aber es ist trotzdem immer noch was Besonderes.
00:32:34: Da geht mal abends Essen oder trinkt einen Champagner oder so.
00:32:37: Schon.
00:32:39: Siehst du auch nach all dieser langen Schreibzeit mit deinen Erfahrungen, siehst du mittlerweile irgendwas lockerer?
00:32:45: Sei es jetzt – ich weiß es nicht – ein Gespräch mit dem Verlag und einem Lektorat als zu Anfangszeiten.
00:32:52: Interessant!
00:32:52: Ich muss jetzt mal nachdenken.
00:32:53: Bist du grundsätzlich entspannter?
00:32:55: Also wir haben gestern hier auf dem Krimifestil habe ich mich auch mit anderen Autoren darüber unterhalten.
00:32:59: Es gibt ja das sogenannte Lektorat, was man vielleicht kurz mal ein bisschen erklären für die, die es nie wissen.
00:33:04: Ich schreibe einen Roman aber dann gibt es natürlich noch jemanden der da so drüber schaut und der schaut jetzt nicht nur drüber um mir die Rechtscheidfehler raus zu korrigieren.
00:33:13: Sondern das ist ganz, ganz wichtig!
00:33:14: Lektoren-Lektor ist ganz ganz ganz wichtig für den Autor.
00:33:17: als Ansprechpartner Bei mir, während der Schreibphase kann ich immer wieder kontaktieren.
00:33:23: Und die Lektoren ist jetzt dafür zuständig.
00:33:25: zum einen... So die Dramaturgie passt es.
00:33:29: Spannend geht der Handlungsbogen so, aber natürlich ist er auch für sprachliche Geschichten zuständig und tatsächlich haben wir uns gestern unterhalten.
00:33:36: bei meinen ersten ein zwei Romanen habe ich mich über jede sprachliche Anmerkung von ihr.
00:33:42: Ich hab mir Gedanken gemacht und das ist sprachlich so viel besser wenn ich den Satz zustelle Und wir haben jetzt gestern gesagt, dass wir immer die Vorschläge machen haste und das wir jetzt immer nur annehmen, annehmen.
00:34:00: Das wird schon passen!
00:34:01: Also was so diese kleinen sprachlichen Feinheiten gibt?
00:34:04: bei mir ist es ja Unterhaltungsliteraturen da muss ich mich nicht dann über jedes halbe Wort streiten.
00:34:10: Also Lektorat und du arbeitest auch während dem Schreibprozess schon zusammen mit dem Lektorit.
00:34:15: liest noch irgendjemand zuerst den Buch?
00:34:18: Lass dir deine Ehefrau drüberlesen.
00:34:20: Also das ganz wichtig.
00:34:21: also es gibt im Grunde drei vier Personen, die eingeweiht sind.
00:34:26: Das ist natürlich meine Agentur und das ist mein Verlag.
00:34:30: Die Lektorin, das ist noch ein bisschen was anderes so... Und die wissen aber alle haben vorstandes Konzept gesehen und sie wissen deswegen wer der Bösewicht ist.
00:34:38: Und die Einzige, die nicht weiß wer der bösewichte ist, es ist meine Frau!
00:34:41: Die erfahrt das freundlich.
00:34:42: Deswegen ist das eigentlich meine wichtigste Testleserin weil wenn die jetzt nach fünfzig Seiten sagen würde ich glaube der Mörder ist der Gärtner muss ich wieder von vorne anfangen.
00:34:52: Und
00:34:52: die hat dann gesagt, nach zehn Bänden hinkerst doch das!
00:34:54: Bitte!
00:34:56: Hat sie es gesagt?
00:34:58: Ja wir haben da so bei ... Nee, das kam eher so vor mir dass ich es so gesagt habe.
00:35:02: Das ist auch vielleicht noch mal wer die Bücher kennt... Die sind auch, wie ich finde für einen Autor eine ziemliche Herausforderung.
00:35:09: Weil das ist ein Krimi-Situation-Human, es sind aber auch Familienromane.
00:35:14: Das bedeutet da taucht ne ganze Familie auf diese Kusels und mit der Zeit sind zwar welche gestorben, aber es sind immer mehr dazugekommen, Enkel usw.
00:35:24: Und zum Schluss... Und jeder hat, das war mir in Anspruch, jeder hat einen eigenen Handlungsfaden.
00:35:30: Jetzt müssen aber im Roman, wie Ich finde, zum Schluss alle Handlungshäden hinten zusammen kommen Und das ist eine extrem große Herausforderung und ich hatte noch das Gefühl bei den letzten Bänden, dass es dann schon immer so zusammenpasst.
00:35:45: Okay!
00:35:46: Das ist ein Roman ja nicht das echte Leben aber das viel mehr immer schwerer das irgendwie glaubwürdig zu machen.
00:35:53: Ein paar Fragen noch?
00:35:54: Einen Satz aus deiner Kindheit der dich geprägt hat, den du oft gehört hast
00:35:59: Den ich oft gehört habe?
00:36:01: Ja, er ist zweitartig.
00:36:03: Also es gibt welche, die man auch oft gehört hat und welche, der einen prägen.
00:36:06: Vielleicht beides wenn du was einfalt.
00:36:08: Ich glaube das trifft auf Beides zu.
00:36:10: Das ist mein Leibmotiv.
00:36:12: Hauptsache eine gute Geschichte.
00:36:14: Da
00:36:14: kann man durch viele Tiefen im Leben gehen!
00:36:17: Gibt es auch ein Buch, das dich geprägt hat?
00:36:19: Das ist jetzt super langweilig.
00:36:21: Also ich glaube, das erste Buch was mich wirklich sehr geprägte ist Lindgren oder insgesamt die Lindgren Bücher haben sich wirklich sehr geprägt.
00:36:33: Ich überlege noch, da weiß ich noch unendliche Geschichte habe ich angefangen und... Die komplett die Zeit vergessen.
00:36:41: Und irgendwann war das Buch zu Ende und ich war sehr traurig.
00:36:44: Herr der Ringe habe ich, glaube ich fünfmal gelesen... Wirklich?
00:36:47: Einmal auf Englisch oder so.
00:36:48: Ich weiß ja, da scheiden sich die Geister.
00:36:51: Benjamin Kors hat mir erzählt er hat es auch schon mit dreizehn gelesen wirklich und hat dann später erkannt was das eigentlich für Leistung war.
00:36:57: Das ist wirklich eine Leistung!
00:36:59: Ja.
00:36:59: Ich hab' auch in meiner Jugend sehr viel Fantasy Rollenspiel gemacht.
00:37:03: Dungeons & Dragons, Schwarze Auge, wo man im Tisch sich so Geschichten einfallen lässt.
00:37:07: Ein Film, den du vielleicht mehrmals gesehen hast oder auch immer wieder hängen bleibst.
00:37:12: Vielleicht mal beim Durchsetten?
00:37:14: Spiel mir das Lied vom Tod!
00:37:16: Wirklich war er klassiker.
00:37:19: Der deutsche Titel ist total bescheuert.
00:37:22: Ist der Original-Titel?
00:37:24: Der Original-titel ist Once Upon a Time in the West meiner Meinung nach.
00:37:29: Aber die Bildstärke... Verbindung mit Musik.
00:37:34: Da haben wir die Helden in Claudia Cardinale und so, jeder hat ja eine eigene Melodie.
00:37:39: Das habe mich total geflasht!
00:37:41: Wenn man das auf einer großen Leinwand sieht... Also wenn ein Bild... Und auch die Geschichte ist gut aber da ist es eher mehr so Bild- und Melodiemusik, die zusammengehen.
00:37:54: Man hast du zuletzt die Orientierung verloren.
00:37:56: Hoffentlich nicht hier in Graz!
00:37:59: Was meinst Du jetzt wirklich tatsächlich?
00:38:02: Wirklich tatsächlich, ja wenn du mal unterwegs warst
00:38:05: ungefähr vor vier Stunden im Traum.
00:38:08: Das ist ein
00:38:09: ganz klassischer Traum, von mir verliert wahnsinnig oft die Orientierung.
00:38:12: ich glaube ich habe gestern auch wieder erst ins Hotel gefunden weil ich mit zwei anderen Autoren unterwegs war.
00:38:17: also ich hab null Orientierungs sind und das geht bei mir... Ich habe geträumt jetzt dass ich in Prag komplett los bin und weder Geld noch mein Handy dabei habe und auch nicht mehr weiß wie mein Hotel heißt.
00:38:33: Ja, es war ganz schlimm.
00:38:35: Es war kalt und ich wusste jetzt, wenn ich nichts mache, dann werde ich irgendwann in Prag erfrieren.
00:38:42: Schlimm!
00:38:43: Aber das ging gut aus...
00:38:44: Ich hab
00:38:46: Freunde gefunden die haben mich entdeckt und hatten meine Handy dabei.
00:38:50: Gott sei Dank!
00:38:54: Stichwort Graz.
00:38:55: Leopold von Herzfeld aus der Truppengräber-Reihe, da kommt er aus Graz?
00:38:59: Ja das haben wir noch gar nicht gesagt.
00:39:02: Bist du selber oder hast gesagt du bist hier auch in Graz um zu recherchieren als erste Mal in Grazz?
00:39:07: Nein ich bin nicht das erste mal in Grazt!
00:39:09: Als die Serie anfing war ich zwei Teil Tage im Graz weil nicht nur dass der Leopolt von Herzfelt aus Graß kommt sondern er hatte einen Mentor hier den es wirklich gegeben hat und ist ganz wichtig für die Kriminalistik.
00:39:22: Das ist ein gewisser Hans Groß, haben vielleicht Leute auch und höhere auch schon gehört davon.
00:39:26: Trotzdem hat das sogenannte Handbuch für Untersuchungsrichter geschrieben und es sind die Anfänge im Grunde der Kriminalistik.
00:39:32: Gestern mich nochmal mit dem Christian Bachhersel unterhalten, der damals als ich da war habe ich mit ihm längeres Gespräch damals geführt, der Leiter vom Kriminalmuseum hier war und er mir nochmal bestätigt hat dass bis Anfang der achtziger Jahre dieses Buch in einer weiß nicht wievielten Auflage noch vom FBI benutzt wurde.
00:39:50: Also das zeigt schon, was das für ein Meilenstein war und deswegen war ich in Graz.
00:39:55: und jetzt geht es darum... Es gibt im neuen Roman ganz am Anfang Passien die in Grazz spielen und da recherchiere ich jetzt nochmal die Orte.
00:40:04: Ich habe ja leider erfahren also den vierten Teil hab' ich noch vor mir, du hast schon erwähnt dass die beiden, Julia und der Leopold eine Wohnung suchen, was sie verlobt sind Wusste ich jetzt noch nicht?
00:40:20: Ich hab's schon in einem Interview auch gelesen.
00:40:22: Kannst
00:40:23: ja löschen!
00:40:25: Aus dem Kopf kann man es nicht mehr löschnen, aber gut ist ... Habe gehofft, dass sich da was tut, das da nicht einmal der Diopolte und wie sagt man Nelly mit Köpfen macht.
00:40:36: Das
00:40:36: waren doch nichts.
00:40:37: Leser die gesagt haben wir, sonst wird ihnen der Typ immer unsympathischer so.
00:40:42: Teil fünf kannst du vielleicht kurz noch erzählen, ohne all zu viel zu spoilern.
00:40:48: Womit beschäftigen sich die drei?
00:40:50: diesmal auch der August Rotmayer oder Totengräber?
00:40:54: Also Du hattest vorher schon mal erwähnt dass in jedem dieser Romane geht es um ein unheimliches Phänomen was ich dann versuche so im Hintergrund ein bisschen wissenschaftlich zu erklären.
00:41:02: also Untote Vampirismus erster Teil Mumien.
00:41:05: Dann ging's um Spiritismus auch sehr interessant.
00:41:08: Im vierten Teil ging es um Varitätshauberei Zauberrei sozusagen.
00:41:13: Und im fünften Teil geht es, das war also die Anfangsidee um Satanismus.
00:41:18: Also Teufelsbeschwörung insgesamt.
00:41:19: Der Teufel fasziniert ja auch viele Menschen und dann habe ich aber schnell gemerkt dass da noch so ein zweites Thema mit reinkommt und das sind so Verschwörungen.
00:41:29: Insgesamt so Verschwörungsorden vermeintliche wirklich komplett harmlose Aber auch wirklich sehr sehr schlimme Weil da Wien gerade um diese Zeit ein Pflaster war.
00:41:40: Da kommen auch diese okkultvölkischen Verschwörungen und Orden vor, die dann im Grunde der Nährboden für den späteren... Also Adolf Hitler war ja zwanzig Jahre später in Wien und er hat das aufgenommen.
00:41:52: Das ist so der Hintergrund.
00:41:53: Dann wird es am Anfang gibt es einen Mordfall wo eine junge Frau bei einem satanistischen Ritual zur Tode kommt, ganz grausig zu Zeichen am ganzen Körper.
00:42:05: Das sind Zeichen die wiederum auf die Freimauer hindeuten.
00:42:09: und dann folgt also Leo dieser Spur und kommt natürlich zum Schluss auf was komplett anderes.
00:42:15: Ich fahre mich schon drauf.
00:42:16: Würdest du uns auch noch etwas vorlesen, Teil vier oder vielleicht schon Teil fünf?
00:42:21: Ich jese jetzt, krims geht.
00:42:22: das Buch heißt ja der Totengeber und der Orden ist Teufels.
00:42:24: also es geht ja auch immer wieder um den Augustin Rotmayer.
00:42:27: Das ist eben ein Totengreber vom Wiener Zentralfrithof soll man vielleicht nochmal kurz vorstellen Ein ziemlicher Kaut der Wund auf dem Wieners Zentral Frithof.
00:42:36: Und er ist aber wirklich sehr klug, sehr belesen und ein wirklicher, man glaubt es kaum als Totengreiber, ein Experte des Todes.
00:42:44: Deswegen hat sich das so eingebürgert dass der Leo, der Inspektor ihn immer wieder aufsucht wenn er irgendwelche Fragen hat.
00:42:53: Die bilden zusammen das Ermittlerteam und man muss dazu wissen, der Augstin spielt Geige und er hat eine sehr spezielle Geige, die will ich jetzt mal nicht verraten welcher das ist.
00:43:04: Und auf der... So
00:43:05: fahren wir in Teil drei.
00:43:07: Auf der spielt er jetzt gerade eben!
00:43:09: Das Violinenkonzert Nummer Drei in G-Dur war eine einzige Folter.
00:43:14: Augustin Robmeier's Schinger mühten sich am Geigenhals ab, wieselten das Glatte mit perlmut verzierte Griffbektänen nau von hinunter.
00:43:23: Immer wieder spielte er die eingängige Anfangsmelodies, die so einfach klang und doch so mörderisch schwierig waren.
00:43:29: Da da da da sumpte Augustin dass ein Spielklang hölzern.
00:43:35: Es gelangen nicht, die Töne zu einem warmen Ganzen zu verbinden.
00:43:38: Begamm er vielleicht langsam die Gicht?
00:43:40: Vermutlich lag es einfach nur daran, daß er heute Vormittag schon ein ganzes Grab ausgehoben hatte.
00:43:45: Ein tiefes Schachtgrab geeignet für bis zur Sieben Tote.
00:43:49: Im November kam immer besonders viel rein!
00:43:52: Die Leute holten sich einen Schnupfen der sich dann zu einer Grippe auswuchs.
00:43:55: eine Lungenentzündung setzte sich drauf.
00:43:57: und hast du nicht gesehen?
00:43:59: landeten sie als Leiche hier am Zentralfriedhof?
00:44:03: Dabei war die Erde im November schon verflucht hart.
00:44:05: Letzte Nacht hatte es wieder Bodenfrost gegeben, kein Wunder, dass seine Finger da nicht beim Bitt machten.
00:44:11: Da toten Reber bis die Zähne zusammen als es heftig an der Tür pochte.
00:44:18: Ja doch, lief Augustin!
00:44:20: Herr Gorkt auf dem Friedhof gibt's keine Eile!
00:44:23: Er öffnete und vor ihm stand Inspektor Leopold von Herzfeld.
00:44:28: Der Inspektor schüttelte eben sein Schirm aus, Regen tropfte von der Krämpfe seines Hockenburgs.
00:44:32: Die Schuhe mit feinsten Budapester-Lochmuster waren schlammbespritzt!
00:44:37: Ich vergesse immer wieder wie weitläufig der Zentralfriedhof ist.
00:44:40: Na wenigstens verlaufe ich mich nicht mehr.
00:44:42: Jedenfalls nicht allzu
00:44:43: sehr.".
00:44:43: Leo lächelte.
00:44:47: Vielleicht sollten Sie sich mal ein Telefonapparat anschlafen, Herr Ruppmeier.
00:44:50: Dann könnte ich mich froher ankündigen.
00:44:52: so was hat man heutzutage?
00:44:53: Das wäre ja noch schöner, blaffte Augustin.
00:44:56: Dann ging es hier Tag eintag aus aber in Friedhof muss Ruhe herrschen!
00:45:00: Basta!
00:45:02: Na wenn sie meinen dürfte ich vielleicht trotzdem reinkommen.
00:45:06: Ich hätte da mal wieder ein paar Fragen.
00:45:08: Vielen Dank.
00:45:09: ein Ausschnitt aus dem fünften Teil der Truppengrieber Serie Ganz frisch in den Buchhandlungen.
00:45:16: Ja Oliver, vielen Dank für deine Zeit.
00:45:18: Das war's!
00:45:18: Folge ist vorbei.
00:45:20: Sehr schade.
00:45:21: ich freue mich aber heute noch auf deinen Auftritt in Graz und nennt sich passenderweise die Henkers Markset und da werden wir dann auch ein bisschen mehr noch glaube ich aus dem neuen Buch hören.
00:45:29: Auf alle Fälle.
00:45:30: Danke schön Oliver Perch ist wirklich ein fantastischer Geschichtenerzähler, es war dann auch noch ein sehr spannender Abend mit noch mehr Insights zu seinen Recherchen und Büchern.
00:45:42: Einblickend seine Arbeit als Schriftsteller die gibt er auch immer wieder auf Social Media und ganz viel Hintergrund wissen könnt ihr auf seiner Website nachlesen und lässt unbedingt seine Nachworte!
00:45:53: Alle Links gibt's wie immer in den Show-Notes, natürlich auch die zum Podcast auf Instagram und Facebook mit Bildern zu dieser Folge.
00:46:01: Ich bin mittlerweile auch Mitband Vier der Totengräber Reihe durch.
00:46:05: Teil Fünf wartet schon!
00:46:06: Fans von Historischen Krimis kann ich diese Bücher wirklich sehr ans Herz legen.
00:46:11: Vielen Dank an dieser Stelle wieder fürs dabei sein.
00:46:14: Herzt gerne wieder rein – bis dann!
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